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Letzter Gottesdienst im Gemeindehaus „An der Rast“


Der Jahresschlussgottesdienst im Gemeindehaus „An der Rast“ am Silvesterabend hat weit mehr gebracht als nur die Rückschau auf 2006. Denn der Gottesdienst, den die Gemeinde mit Pfarrer Reinhard Müller feierte, war der letzte Gottesdienst überhaupt in dem Gemeindezentrum in Laurensberg. Zum Jahresende 2006 wurde es geschlossen.

Das Gemeindeleben freilich geht weiter.  Die katholische Schwestergemeinde St. Laurentius hat angeboten, die Räume im Gemeindehaus von St. Laurentius mit zu benutzen. „Über dieses Angebot  freuen wir uns sehr und bedanken uns herzlich bei unseren katholischen Geschwistern und nehmen es gerne in Anspruch“, so Pfarrer Müller. „Wir wünschen uns, dass durch die entstehende räumliche Nähe sich auch unsere ökumenischen Kontakte intensivieren.“ So wird der Basarkreis Laurensberg dort eine neue Heimat finden. Auch die Schulgottesdienste für die Grundschule Laurensberg werden dort ökumenisch gefeiert.

Für den Sonntagsgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche soll es einen Fahrdienst geben. In Laurensberg selbst wird es pro Monat weiterhin drei evangelische Gottesdienste geben: Jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 17 Uhr im Seniorenstift an der Schurzelter Straße und am zweiten und letzten Freitag im Monat um 18 Uhr in der Kapelle des Rosenparks. Die genauen Gottesdiensttermine stehen jeweils im Einlegeblatt des Gemeindebriefs „Evangelisch in Aachen“.

Andere Gruppentreffen und Veranstaltungen finden in Zukunft in der Paul-Gerhardt-Kirche in Richterich statt: Konfirmandengruppen, Pfadfinder, Kinderbibeltage, Tanzgruppe und Krabbelgruppe. Ebenso werden die großen Seniorennachmittage und die Mittwochsgespräche an der Paul-Gerhardt-Kirche fortgeführt.

Das Gesamtpresbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen hatte die Schließung des Gemeindezentrums „An der Rast“ im Sommer 2006 beschlossen. Laurensberg-Richterich ist der einzige Aachener Pfarrbezirk, der bisher über zwei Gemeindezentren verfügte.

Der damalige „Verband der Evangelischen Kirchengemeinden in Aachen" hatte 1971/72 das Gemeindehaus errichtet.  Der ursprüngliche Plan, eine Kapelle zu erstellen, wurde fallen gelassen. Nach Plänen des Architekten Werner Schottstädt entstand ein 260 Quadratmeter großes, eingeschossiges Gebäude mit Kalksandstein-Mauerwerk und Flachdach. Liebevoll ironisch wurde  das Gebäude wegen seiner Gestalt gelegentlich auch als der „Glaubensbunker“ bezeichnet. Der große Gemeindesaal, zugleich der Gottesdienstraum, bietet 150 Personen Platz. Die Kirchengemeinde bietet Grundstück und Gebäude derzeit zum Kauf an.

Pfarrer Müller sieht die Schließung auch als Chance: „Wir werden äußerlich zusammen rücken. Wenn wir dann auch noch im Inneren die Bereitschaft haben, aufeinander zuzugehen und uns füreinander zu öffnen, kann daraus etwas Neues wachsen und sich entwickeln“, ist Pfarrer Müller zuversichtlich. „Auch wenn es die finanzielle Lage ist, die uns zu diesen Schritten zwingt, wünsche ich mir und uns allen, daß uns das gelingt."


login impressum Letzte Änderung am: 02.01.2007 14:47     Verantwortlich: schlegel-krakau drucken